Notizen aus der Geschäftsstelle
Herren 40 des TC SW Landau Deutscher Mannschaftsmeister
Nach 5:1 über Club an der Alster Hamburg triumphiert Landau 6:3 gegen
Titelverteidiger TG Gürzenich-Wald
Viele sportliche Erfolge durften die Landauer Tennis-Cracks seit den ersten Anfängen
im Jahr 1895 (!) feiern. Der 5. September 2010 wird als ein einer der Höhepunkte in die
lange Clubgeschichte eingehen. Im dritten Anlauf, nach einem 4. und einem 2. Platz,
holten die Herren 40 in Kempten/Allgäu als Außenseiter die Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft in die Gartenstadt. Den bis dahin amtierenden Champion TG
Gürzenich-Wald bezwangen sie in einem hochklassigen und dramatischen Finale 6:3.
Das Halbfinale gewann die Auswahl gegen den Club an der Alster Hamburg souverän
5:1.
Etwa 35 Schlachtenbummler hatten ihre Lieblinge in die Allgäumetropole begleitet.
Schon am Vorabend des Erfolges feierten sie ihre Mannschaft bei der stimmungsvollen
Spielerparty nach deren Sieg gegen Hamburg. Durch einen geschickten Schachzug des
Landauer Sportwartes Günther Ziegler traf Landau im Halbfinale zunächst auf
Lieblingsgegner Hamburg, der schon im Vorjahr bezwungen wurde. Francois Errard
ersetzte Ziegler auf Position sechs durch den in der deutschen Rangliste besser
platzierten Markus Bart. Dadurch rückte Landau auf Position eins der Setzliste und ging
im Halbfinale sowohl dem gastgebenden TC Kempten als auch dem starken Gürzenich
aus dem Weg.
Die Rechnung des erfahrenen Strategen Ziegler sollte aufgehen:. Siege durch Rüdiger
Haas, Rainer Marzenell, Frank Bohlender, Stefan Burchard und Markus Bart bescherten
Landau den Einzug ins Finale. Lediglich Olivier Cayla zog an Punkt eins
erwartungsgemäß gegen den früheren spanischen Davispokalspieler David de Miguel
den Kürzeren. De Miguel, in der Kurpfalz kein Unbekannter, schlug vor Jahren als
Spitzenspieler von GW Mannheim in der Bundesliga auf.
Landau bestritt die entscheidende Partie, eine der wichtigsten Partien in der
Vereinsgeschichte, in Bestbesetzung. An Position zwei hatte es Rüdiger Haas mit dem
40-jährigen Michael Schmidtmann, dem wohl stärksten Spieler der Finalrunde zu tun.
Trotz harter Gegenwehr verlor der vielfache deutsche Meister mit 2:6, 4:6 gegen den
Vize-Europameister im Einzel und Doppel-Europameister. Landau liegt 0:1 hinten. In
einer überlegen geführten Begegnung dominierte der Franzose Francois Errard auf
Punkt sechs eindeutig. Seinem Kontrahenten Carsten Lemke ließ er beim 6:1, 6:1 keine
Chance - 1:1. An Vier traf Frank Bohlender auf den deutschen Spitzenspieler Dr.
Wolfgang Dörr, dem er zuletzt noch unterlag. Der Landauer fand zunächst nicht so
recht ins Match und gab den ersten Durchgang glatt mit 2:6 ab. Bohlender wurde
anschließend immer sicherer und drehte den Spieß um: 6:2. Matchtiebreak: Wieder lag
der Südpfälzer hinten - 0:2. Doch dann trumpfte er unwiderstehlich auf und gab zum
10:2 keinen Punkt mehr ab - 2:1 für Landau. Das 3:1 besorgte in gewohnt sicherer
Manier Stefan Burchard. Die Nummer eins der deutschen 45er Rangliste schlug Johny
Goudenbour 6:4, 6:2.
Im Spitzenspiel zwischen dem Landauer Olivier Cayla und dem ehemaligen finnischen
Weltklassespieler Veli Paloheimo hatte der Franzose den Sieg vor Augen. 6:7, 7:5, 5:4
und 30:0 lag er nach knapp drei Stunden Spielzeit bei eigenem Aufschlag vorne. Doch
der sympathische Finne gab nicht auf, kämpfte verbissen, zog alle Register seines
großen Könnens und spielte seine ganze Routine aus. Er breakte zum 5:5. Bei 6:6
ging’s auch in dieser Partie in den Matchtiebreak. Cayla konnte zwar noch einen
Matchball abwehren, unterlag schließlich in der leidenschaftlich geführten Partie etwas
unglücklich mit 8:10.
Gibt es ein 4:2 oder ein 3:3 war die große Frage? Es lag in den Händen von Rainer
Marzenell gegen Lionel Barthez zu punkten und auf 4:2 zu erhöhen, um seiner
Mannschaft die Chance auf den Titel zu erhalten Denn Gürzenich besaß nach
einhelliger Meinung des Landauer Lagers bei 3:3 die besseren Karten,. Der Mannheimer
im SW-Dress hatte keinen guten Start, lag schnell mit 0:3 zurück und gab den ersten
Satz mit 3:6 ab. Mit Unterstützung der Fans wurde er immer stärker, punktete
zunehmend mit seiner druckvollen Vorhand und holte sich den zweiten Abschnitt 6:3.
Erneut musste der Matchtiebreak, kurios und ein wahrer Krimi, entscheiden. Barthez
führt zunächst 4:1 als der Faden reißt und Marzenell sich auf 7:4 absetzt. Dann gibt er
zum Entsetzen des Landauer Anhangs fünf Punkte in Folge ab. 7:9, zwei Matchbälle für
Barthez zum 3:3. Doch nervenstark wehrt Marzenell zwei Matchbälle ab und legt zum
10:9 vor. Den Matchball vergibt er - 10:10. Aber auch durch diese vergebene Chance
lässt sich der Landauer nicht aus der Ruhe bringen und gewinnt schließlich unter dem
frenetischen Beifall seiner Kameraden und der mitgereisten Fans 12:10. Landau führt
nach den Einzeln 4:2. - die Weichen zum Gesamtsieg sind gestellt.
Mit Haas/Marzenell bot Ziegler sein stärkstes Doppel auf Position eins auf. Das
gegnerische Doppel Paloheimo/Lemke konnte den entscheidenden fünften Punkt für
Landau nicht mehr verhindern. Zu stark trumpfte das eingespielte Duo auf. Als
Paloheimo einen Volley ins Netz schlägt war er’s soweit: Spiel, Satz und Sieg - Landau
ist Deutscher Mannschaftsmeister. Der Jubel kannte vor der herrlichen Allgäuer
Bergwelt bei strahlendem Sonnenschein keine Grenzen. Die Niederlage von Cayla/Errard
und der Sieg von Burchard/Bender hatten nur noch statistischen Wert.
Freudestrahlend hielten die Landauer Spieler den Sieger-Pokal in den Händen - die
obligatorischen bayrischen Weißbierduschen fanden ihre Opfer. Die Vorbereitungen auf
die kommende Saison laufen bei Sportwart Günther Ziegler schon auf Hochtouren. „Wir
wollen den Titel schließlich verteidigen“ verkündete er schon kurz nach Spielende.
Der Tennisverband Pfalz gratuliert dem Landauer Team zu diesem großartigen Erfolg.
Ergebnisse
Halbfinale gegen Club an der Alster Hamburg 1
Olivier Cayla - David de Miguel 1:6, 4:6, Rüdiger Haas - Jose Blasi 6:2, 6:4, Rainer
Marzenell - Christian Karl 6:2, 6:2, Frank Bohlender - Peer Laux 6:4, 6:1, Stefan
Burchard - Frank Unkelbach 6:2, 6:0, Markus Bart - Peter Ballauf 6:0, 7:5.
Finale gegen TG Gürzenich Wald
Cayla - Veli Paloheimo 7:6, 5:7, 8:10, Haas - Michael Schmidtmann 3:6, 3.6, Marzenell
- Lionnel Barthez 3:6, 6:3, 12:10, Bohlender - Wolfgang Dörr 2:6, 6:2, 10:2, Burchard
- Johny Goudenbour 6:4, 6:2, Francois Errard - Carsten Lemke 6:1, 6:1,
Haas/Marzenell - Paloheimo/Lemke 6:2, 6:3, Cayla/Errard - Schmidtmann/Goudenbour
1:6, 6:4, 2:10, Burchard/Tom Bender - Barthez/Dörr 6:4, 6:2.
Heinrich-Heine-Gymnasium wird Deutscher -Schulmannschaftsmeister im
Tennis
Deutscher Meister Titel für die Tennis-Mädchenmannschaft des Heinrich-Heine-
Gymnasiums Kaiserslautern bei „Jugend trainiert für Olympia“
Wie in vielen anderen Jahren zuvor, konnten sich 2010 die Mädchenmannschaft des
Heinrich-Heine-Gymnasiums für das Bundesfinale zur Deutschen Schulmeisterschaft in
Berlin qualifizieren. Dieses gelang durch Siege bei mehreren Vorrundenspielen bis hin
zum Finale der besten drei Mannschaften in Rheinland-Pfalz. Auch bei diesen
Landesmeisterschaften blieb die HHG-Mannschaft ungeschlagen und konnte somit als
Vertreter unseres Bundeslandes bei „Jugend trainiert für Olympia“ Ende September
nach Berlin fahren. Hoch motiviert machte sich das Team auf die Reise in die
Bundeshauptstadt.
Ziel der Mädchen: Bundessieg!!!
Nicht überheblich, aber dennoch ihrer leichten Favoritenstellung bewusst, gingen die
Mädchen in der Aufstellung Jana Buth, Emily Lascheck, Sina Marchione, Jessica Weil,
Lisa Ilzhöfer und Marie Lascheck in das Bundesfinale. An Position 1 gesetzt und mit
Spielerinnen, die bereits zum 4. Mal in Folge in Berlin dabei sein durften, konnte
letztlich nur ein erneuter Bundessieg ein wirklicher Erfolg sein. Nach einem ersten,
einem zweiten und einem dritten Platz in den letzten 3 Jahren, wollten die älteren
Spielerinnen ihren altersbedingten Abschied von dieser Veranstaltung mit einem
weiteren Titelgewinn krönen. Dies umso mehr, als dass dem Bundessieg in diesem Jahr
zudem eine ganz besondere Bedeutung anhängt. Der Gewinner dieses Bundesfinales
darf als Vertreter Deutschlands an den Tennis-Weltmeisterschaften der Internationalen
Schulsport Förderation teilnehmen! Dieses tolle Erlebnis hatten die HHG-Jungen vor
einigen Jahren bereits einmal gehabt, nun wollten die Mädchen diesen Rückstand
aufholen.
Die Spiele der ersten Runden gegen Bremen und die Mädchen aus Hessen gingen
jeweils ohne Probleme klar mit 6:0 nach Kaiserslautern. Erst im Halbfinale wartete mit
der Mannschaft aus Berlin ein echter, unbequemer Prüfstein. Die Vertreterinnen der
Bundeshauptstadt konnten in den letzten Jahren den Turniersieg mehrfach erringen
und starten jeweils ebenfalls mit sehr spielstarken Turnierspielerinnen. Ein Titelgewinn
war nur mit einem Sieg über die Berlinerinnen möglich. Als Handicap erwies sich zudem
noch, dass Emily Lascheck an diesem Tag durch starke Rückenschmerzen in ihrer
Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt war. In dieser Situation machte sich
jedoch ein positiver Teamgeist und eine tolle Leistungsmotivation in der HHG-
Mannschaft breit, die Mädchen wollten sich auf keinen Fall den Turniersieg streitig
machen lassen. Wie erwartet musste sich Emily schnell ihrer sehr starken Gegnerin
geschlagen geben und auch Jessica Weil merkte man die Anspannung an, es lief zu
Beginn ihres Matches alles andere als gut. Ein 0:2 Rückstand drohte. Zum Glück konnte
die nun beginnende Spitzenspielerin Jana Buth eine super Leistung abrufen und
souverän gegen eine sehr starke Powerspielerin aus Berlin den ersten Satz gewinnen.
Diese positive Wendung wirkte sich auch auf Jessica aus, die nun befreit beide Sätze
gewinnen konnte. Jana blieb auch im 2. Satz unschlagbar und sorgte für den
Zwischenstand von 2:1. Nun hing alles an Sina Marchione, die allerdings den ersten
Satz verschlafen hatte, den 2. Satz dann aber gewinnen konnte. Gegen eine hoch
motivierte, starke Gegnerin schien sie im 3. Satz bereits klar auf der Verliererstraße zu
sein, lag sie doch bereits mit 2:5 und 15:40 zurück. Nach Abwehr mehrer Matchbälle
kam sie jedoch sensationell zurück und sicherte sich den 3. Satz mit 7:5. So konnte
man mit einem sicheren 3:1 in die Doppel gehen, welche beide gewonnen wurden.
Damit war der Weg frei, das Finale war erreicht. Gegen die Vertretung aus Bayern im
Endspiel gingen die HHG-Mädchen mit einem solchen Elan an den Start, dass die
Gegnerinnen aus Mainburg nicht den Hauch einer echten Chance hatten. Alle konnten
starke Leistungen abrufen, sowohl die Einzel als auch die Doppel wurden klar
gewonnen. Damit war der ersehnte Bundessieg und die damit verbundene Teilnahme an
den Tennis-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr erreicht.
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