SP/JW-Tagung Nov. 2010
Den Beitrag des Referenten für Regel- und Schiedskunde, Klaus Müller, finden Sie hier
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Bildergalerie
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Gastreferat von Peter Koch
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Einladung
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Sport- und Jugendwartetagung beim TV Pfalz
Zur Sport- und Jugendwartetagung des Tennisverbandes Pfalz im vollbesetzten
Pressezentrum des Fritz-Walter-Stadions auf dem Betzenberg in Kaiserslautern
begrüßte Präsident Wolfgang Eggers zahlreiche Vereinsvertreter.
Medenrunde 2010 ...
Sportwart Werner Schwarz sprach in seinem Rückblick von einer erfolgreich
abgeschlossenen Medenrunde, bei der 1123 Mannschaften insgesamt 2478 Wettspiele
absolvierten. Mehr als 400 Oberschiedsrichter haben mit den Mannschaftsführern für
eine regelkonforme Abwicklung gesorgt. Lediglich in 2 Prozent aller ausgetragenen
Begegnungen seien aufgrund von Regelverstößen Ergebnisse zu korrigieren gewesen,
erklärte „Regelkundler“ Klaus Müller.
Die Pfalzliga-Meisterschaft errangen:
Damen: TC RW Pirmasens
Damen 30: TC Schifferstadt
Damen 40: SG Lauterecken/Grumbach/Offenbach-Hundheim
Damen 50: SG GW Neustadt/GW Edenkoben
Damen 55: TC GW Frankenthal
Herren: TC RW Kaiserslautern
Herren 30: Park TC Grünstadt
Herren 40: 1. TC Weilerbach
Herren 50: Park TC Grünstadt
Herren 55: TV Pleisweiler-Oberhofen
Herren 60: TC BW Herxheim
Herren 65: TC Beindersheim
Herren 70: TC WB Zweibrücken
Gemeinsam mit den Tabellenzweiten steigen sie entsprechend § 8.4 der
Wettspielordnung in die Verbandsliga auf. In den Verbands- und Oberligen belegten
folgende pfälzischen Mannschaften erste Tabellenplätze:
Verbandsliga
Damen Gruppe 2: BASF TC Ludwigshafen II
Damen 30 Gruppe 2: TC GW Frankenthal
Damen 40 Gruppe 1: TC Rodalben
Damen 50 Gruppe 1: 1. TC Weilerbach
Herren 55 Gruppe 2: BASF TC Ludwigshafen
Herren 60 Gruppe 1: TC Bellheim
Herren 60 Gruppe 2: TC Hassloch
Oberliga
Damen 30: TC SW Landau
Damen 40: TC Deidesheim
Damen 50: TC GW Frankenthal
Damen 60: BASF TC Ludwigshafen
Herren 65: TC Mutterstadt
Der Tennisverband Pfalz gratuliert den erfolgreichen Mannschaften ganz herzlich.
Der Nachwuchs ...
Im Nachwuchsbereich stellt der BASF TC Ludwigshafen die erfolgreichsten Teams, wie
Jugendwartin Heidrun Pointner berichtet. Fünf Mannschaften des Clubs sicherten sich
die Pfalzmeisterschaft: Jungen U 18, U 15, U 12 sowie Mädchen U 18 und U 12
Weitere Titelträger sind
TC BW Zweibrücken - Gemischt U 12
TC Mutterstadt - Gemischt U 10
TC RW Neustadt - Gemischt U 9
TC GW Frankenthal - Gemischt U 8
Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Mädchen U 15 holte der TC Ludwigshafen-Oppau
in der Besetzung Ann-Christin Link, Nadine Lang, Isabell Irimesku und Svenja
Halkenhäuser. In die Siegerliste trug sich außerdem Nicolas Mayr vom BASF TC ein.
Erstmals hat der Verband Meisterschaften im Midfeld für die Altersklasse U 9 mit
druckreduzierten Bällen ausgetragen. Nach spannenden Rundenspielen setzte sich am
Ende die Auswahl von TC RW Neustadt mit 9:5 über TC GW Frankenthal durch. Anne
Gerendas sprach von einer gelungenen Aktion, die sicherlich fortgesetzt wird.
Ehrungen ...
„Jugend trainiert für Olympia“
Im Mittelpunkt standen neben den Meistermannschaften der Jugendlichen und Aktiven
sowie im Mixed insbesondere die Spielerinnen des Heinrich-Heine-Gymnasiums
Kaiserslautern, die das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ gegen 15 weitere
Landessieger aus dem gesamten Bundesgebiet für sich entschieden. Der erfolgreichen
Mannschaft gehörten an: Emily und Marie Laschek, Jana Buth, Lisa Ilzhöfer und Jessica
Weil. Präsident Eggers lobte die hervorragenden schulischen Bedingungen im Heinrich-
Heine-Gymnasium und die harmonische Kooperation zwischen Verband und den
Verantwortlichen der Schule. Eine intensive Pflege dieses Beziehungsgefüges sei
höchstes Gebot, betonte der Verbandschef.
TC SW Landau Deutscher Mannschaftsmeister
Mit 6:3 triumphierten die Herren 40 des TC SW Landau in Kempten/Allgäu im Finale um
die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft über Titelverteidiger TC Gürzenich-Wald.
Präsident Wolfgang Eggers, Vizepräsident Matthias Ackermann und Sportwart Werner
Schwarz würdigten diese großartige Leistung mit einem Scheck für die
Mannschaftskasse, Sachpreisen und dem kostenlosen Besuch eines Heimspiels des
Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern.
„Neue Tendenzen im Tennissport ...“ - Gastreferat von Peter Koch
In seinem Referat ging Peter Koch, Dozent an der Universität des Saarlandes, auf
aktuelle Entwicklungen und Tendenzen im Tennissport ein. „Wie wird sich Tennis in
Deutschland aufgrund demografischer Veränderungen und persönlicher Bedürfnisse“ in
Deutschland verändern, war wesentlicher Bestandteil seines Gastreferates. Um Tennis
für breite Bevölkerungsschichten auch künftig attraktiv zu halten und damit dem
Mitgliederschwund der letzten Jahre entgegen zu wirken, sei insbesondere die
Angebotsstruktur auf die Bedürfnisse aller Tennisinteressierten, sowohl der Wettkampf-
wie auch der Breitensportler auszurichten. Beide Bereiche müssten durch
vereinsinterne Aktivitäten verknüpft werden.
Cardio-Tennis sieht er als gute Möglichkeit, in erster Linie gesundheitsbewussten
Interessenten Rechnung zu tragen. Das Projekt „Play and Stay“ mit erleichterten
technischen Bedingungen wie z. B. Low-T-Ball könne dazu beitragen, den Tennissport
schneller zu erlernen und frühzeitig unter Wettkampfbedingungen auszuüben. Kleinere
Spielfelder, größere Rackets und leichtere Bälle seien besonders dazu geeignet, dieses
Ziel binnen kürzester Zeit zu erreichen. Sein Fazit:
„Tennis muss sich zukünftig viel stärker um
zielgruppenorientierte Angebote bemühen“
Nur die reformbereiten Clubs werden nach seiner Auffassung künftig überleben.
Betreuung vor allem der neuen Mitglieder, Aufwertung der Tennis-Anlagen, Entwicklung
von Angeboten und Aktivitäten, gut ausgearbeitete Strukturen, intensive
Öffentlichkeitsarbeit sowie eine ausgeprägte Dienstleistungsmentalität seien künftig
wichtige Eigenschaften, die jeder Vereinsvorsitzende beachten müsse, wolle er seiner
Aufgabe gerecht werden.
Die sinkende Zahl am Beispiel saarländischer Tennisspieler führe bei derzeit etwa 185
Tennisvereinen zu einem immer deutlicheren Angebotsüberhang. Es gebe bereits jetzt
zu viele Vereine. Viele von ihnen könnten ihren Spielern kein ausreichendes Angebot
mehr zur Verfügung stellen. Bestenfalls käme es zu Vereinswechseln oder im
ungünstigen Fall würde die Sportart sogar ganz aufgegeben. „Die negative
Mitgliederentwicklung wird beschleunigt“ betonte er. Seine Prognose:
In 10-15 Jahren wird ein Drittel der Vereine verschwunden sein!
Fundierte Prognosen seien derzeit nicht möglich, schnelle Erfolge nicht zu erwarten.
Vereinsmarketing sieht Koch als unverzichtbar, es gebe derzeit aber keine klaren
Orientierungsdaten. Erfahrungen mit zielgruppenspezifischen Angeboten würden
allerdings Anlass zu Optimismus geben, die Clubs seien aber nur schwer zu bewegen.
Koch: „ Wir müssen vieles ausprobieren und geduldig auswerten. Die Verbände sollten
die Kooperation mit aktiven und
reformbereiten Vereinen suchen und stärken, in der Hoffnung, dass andere
nachfolgen“.
Manfred Scherer
Öffentlichkeitsarbeit TV Pfalz
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