Tennisverband Pfalz e.V.



Ganztagsschule

Die Ganztagsschule ist eine Chance, Sport als konstituierendes Element, als Element der Profilbildung für die Schule zu nutzen. Es sind mehr Sportangebote und ein breiteres Spektrum an körperlicher Aktivität möglich. Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit der Ausweitung der Sportangebote mit Unterstützung durch die örtlichen Vereine, ohne Kürzung des regulären, von Sportlehrkräften gehaltenen Unterrichts.



Vereinsangebote an der Ganztagsschule:

Mehr als 6200 Sportvereine in Rheinland- Pfalz bieten für ihre Vereinsmitglieder unterschiedliche Angebote an. Die einzelnen Sportarten sind meist in einem eigenem Fachverband organisiert.
Schulen, die in Ihrem Ganztagsschulprogramm eine bestimmte Sportart anbieten möchten, können über den entsprechenden Fachverband sportartspezifische Informationen erhalten und auch erfahren, ob ein entsprechender Verein in der näheren Umgebung der Schule zu finden ist.

Die Sportprogramme der Vereine bauen auf dem schulischen Sportunterricht auf. Sie bieten den Schüler/- innen vielfältige Möglichkeiten, ihre sportlichen Interessen zu vertiefen bzw. weiterzuentwickeln. Sie ermöglichen den Schüler/- innen, neue Sportarten kennen zu lernen und ergänzen so das Sportangebot in der Schule. Zudem haben Vereine die Gelegenheit zur Sichtung und Förderung talentierter Kinder und Jugendlicher bereits in der Schule.

Das Kooperationsmodell „Schule- Verein“ kann parallel zu einer Kooperation im Rahmen des zusätzlichen Angebotes der Ganztagsschule stattfinden. Sind die Teilnehmer/- Innen der Kooperation keine Ganztagsschüler/- innen, erfolgt die Bezuschussung wie in den Förderstufen von LSB und Bildungsministerium vereinbart. Sind die Teilnehmer/- Innen eines Sportangebotes Ganztagsschüler/- innen, erfolgt die Finanzierung, wie in den Rahmenverträgen zwischen LSB und Bildungsministerien vorgesehen, aus dem Ganztagsschulbudget der jeweiligen Schule.



Rahmenvereinbarung:

Die Rahmenvereinbarung sieht vor, dass interessierte Schulen neben dem weiterhin verbindlichen Schulsport auch Kurse, Arbeitsgemeinschaften und Sportspiele anbieten, die von den Sportfachkräften der Vereine geleitet werden können.

Die Kooperation erfolgt entweder durch einen Dienstleistungsvertrag, bei dem das Land, vertreten durch die Schulleitung der jeweiligen Ganztagsschule, die anteiligen Kosten einer fest angestellten Fachkraft der/des Partner/s übernimmt oder aber durch einen projektbezogenen Kooperationsvertrag, bei dem nebenberufliche oder ehrenamtliche Mitarbeiter/- innen einer Partnerorganisation, z. B. eines Sportvereins oder Sportverbandes, tätig werden.
Auch Einzelarbeitsverträge für außerschulische Fachkräfte sind möglich und können durch den Landessportbund Rheinland-Pfalz vermittelt werden. Vorgegeben werden Musterverträge, an denen sich die Schulen und Sportvereine orientieren können.
Mit dieser Vereinbarung hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz die Voraussetzungen geschaffen, dass Sport einer der Schwerpunkte im Angebot der Ganztagsschulen werden kann.
Für die Schulen bedeutet die Rahmenvereinbarung eine herausragende Möglichkeit, engagierte MitarbeiterInnen für die Sportangebote aus dem Verein heranzuziehen.


Es bieten sich grundsätzlich drei Möglichkeiten an, um den Einsatz vertraglich zu regeln, und zwar im Rahmen

• eines Dienstleistungsvertrages
• eines Kooperationsvertrages mit einem/ r Verein/ Verband/ Sportinstitution,
• eines Vertrages mit einer Einzelperson


• bei einem Dienstleistungsvertrag gelten folgende Regelungen:

1. Das Land, vertreten durch den/die Schulleiter/in der jeweiligen Ganztagsschule, schließt mit dem Vertragspartner (Verein/Verband/Sportinstitution) einen Vertrag, in dem alle Modalitäten festgelegt werden (vgl. beiliegenden Mustervertrag).

2. Die Dienstleistungen des Vertragspartners im pädagogischen Angebot der Ganztagsschule
werden ausschließlich von beim Vertragspartner fest angestellten Fachkräften übernommen.

Aus Gründen der pädagogischen Kontinuität setzt der Vertragspartner grundsätzlich die gleiche Fachkraft ein. Eine Ausnahme ist z. B. der Vertretungsfall, in dem eine andere Fachkraft eingesetzt wird. Die eingesetzten Fachkräfte müssen persönlich geeignet sein.

3. Vertragspartner und Ganztagsschule vereinbaren, in welchem zeitlichen Umfang pro
Woche die Dienstleistung erbracht wird. Die Vereinbarung gilt für jeweils ein Schuljahr (01. August – 31. Juli). Sie verlängert sich um ein Schuljahr, wenn sie nicht spätestens bis zum 30. April des laufenden Schuljahres gekündigt wird.

4. Die Zeiteinheiten, in denen die Dienstleistung zu erbringen sind, werden zwischen der
Ganztagsschule und dem Vertragspartner verbindlich festgelegt. Änderungen erfolgen einvernehmlich.

Der Vertragspartner bestimmt die Angebotsinhalte in Absprache mit der Schule.

5. Für die ordnungsgemäße Erfüllung seiner Vertragspflichten ist der Vertragspartner
verantwortlich.

6. Als Schulstunde gilt im Bereich der Grundschule eine Zeiteinheit von 50 Minuten, im Bereich der Sonderschule und der Sekundarstufe I eine Zeiteinheit von 45 Minuten.

Die Ganztagsschule stellt die zur Erfüllung der Dienstleistung notwendigen Räume zur Verfügung. Die Vertragspflichten können aber auch in Absprache mit der Schulleitung an außerschulischen Lernorten erfüllt werden.

Die Dienstleistung ist im Rahmen einer schulischen Veranstaltung zu erbringen. Der/Die Schulleiter/in führt die Dienstaufsicht.

Bei Krankheit/Urlaub der Fachkraft muss der Vertragspartner für angemessenen Ersatz sorgen.

Das Land zahlt dem Vertragspartner für die Dienstleistung die entstandenen Kosten. Diese entsprechen der Vergütung, die der Vertragspartner der Fachkraft, die überwiegend in der Ganztagsschule eingesetzt ist, für die entsprechende Dienstleistung beim Vertragspartner zahlt. Sie ist nicht höher als die Vergütung, die der Vertragspartner nach dem BAT und den Eingruppierungsrichtlinien zahlen müsste.
Tarifliche Änderungen werden berücksichtigt. Zusätzlich erstattet das Land die entsprechenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Ferner wird ein pauschaler Kostenzuschlag in Höhe von 5% der Vergütung berechnet (4% für die Vertretung im Krankheitsfall und 1% für zusätzlichen Verwaltungsaufwand).
Die Summe ist dem Vertragspartner in 12 gleichen Monatsraten zu zahlen. Fällig wird sie am 15. Tag eines jeden Monats.

Der Vertragspartner leitet zu Beginn der Dienstleistung der ADD über die jeweilige Ganztagsschule eine Berechnung der für die jeweilige Fachkraft entstehenden Kosten nach Ziffer 3.12. (vergl. beiliegendes Muster) sowie eine Kopie des geltenden Arbeitsvertrages mit der Fachkraft zu, die überwiegend in dem Bereich der Ganztagsschule eingesetzt werden soll.


• bei einem Kooperationsvertrag mit einem/r Verein/Verband/Sportinstitution gelten folgende Regelungen:

Das Land, vertreten durch den/die Schulleiter/in der jeweiligen Ganztagsschule, schließt mit dem/der Verein/Verband/Sportinstitution einen Vertrag, in dem alle Modalitäten festgelegt sind (vgl. beiliegenden Mustervertrag).

Der Vertragspartner übernimmt auf der Grundlage dieses Vertrages ein päda-gogisches Angebot an der betreffenden Ganztagsschule.

Im Vertrag wird für ein bestimmtes Projekt ein Stundenkontingent pro Woche für grundsätzlich mindestens ein Schulhalbjahr vereinbart. Für dieses Projekt erhält der Vertragspartner eine Zuwendung in Höhe von 280 € pro Schulhalbjahr und Schulstunde.
Für alle steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen ist der Vertragspartner zuständig.

Die Zeiteinheiten, in denen die Dienstleistung zu erbringen sind, werden zwischen der Ganztagsschule und dem Vertragspartner verbindlich festgelegt. Änderungen erfolgen einvernehmlich.

Der Vertragspartner bestimmt in Absprache mit der Schule die Angebotsinhalte und die eingesetzten Fachkräfte, die bei ihm ehrenamtlich oder nebenberuflich tätig sind und mindestens über eine Übungsleiterlizenz oder einen C-Trainer-Schein verfügen müssen.
Der Vertragspartner ist für die ordnungsgemäße Erfüllung der Dienstleistungspflicht verantwortlich. Dazu gehört auch das Stellen einer Ersatzkraft im Falle von Krankheit/Urlaub.

Als Schulstunde gilt im Bereich der Grundschule eine Zeiteinheit von 50 Minuten, im Bereich der Sonderschule und der Sekundarstufe I eine Zeiteinheit von 45 Minuten.

Die Ganztagsschule stellt die zur Erfüllung der Dienstleistung notwendigen Räume zur Verfügung. Die Vertragspflichten können in Absprache mit der Schulleitung aber auch an außerschulischen Lernorten erfüllt werden.

Die Dienstleistung ist im Rahmen einer schulischen Veranstaltung zu erbringen. Die/der Schulleiter/in führt die Dienstaufsicht.

Die Ganztagsschule leitet zu Beginn des Projekts der ADD eine Kopie des Vertrags zu. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt nach Ende des Projekts bzw. halbjährlich.


• bei einem Vertrag mit einer Einzelperson gelten folgende Regelungen:

Die Einzelperson muss eine der folgenden oder vergleichbaren Qualifikationen haben:

- Übungsleiter
- Trainer A, B, C
- staatlich geprüfte(r) Sportlehrer/in
- Dipl.-Sportlehrer/in und andere Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung Sport, soweit diese nicht im Hauptamt an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule tätig sind.

1. Das Land, vertreten durch den/die Schulleiter/in der jeweiligen Ganztagsschule, schließt mit der Einzelperson einen Vertrag, in dem alle Modalitäten festgelegt werden (vgl. beiliegenden Mustervertrag).

Die Person übernimmt auf der Grundlage dieses Vertrages ein pädagogisches
Angebot an der betreffenden Ganztagsschule.

Die Vergütung richtet sich grundsätzlich nach den TdL-Richtlinien. Das gilt auch für Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung Sport.

2. Die Schule leitet nach Vertragsabschluss den Arbeitsvertrag der ADD zu, die alles Weitere
veranlasst.

3. In allen Konfliktfällen, die sich mit dem pädagogischen Personal beim außerunterrichtlichen
Bildungsangebot ergeben, sowie über Fragen hinsichtlich der Auslegung der Bestimmungen dieser Vereinbarung werden das Land Rheinland-Pfalz und der Landssportbund Rheinland-Pfalz versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Die Vereinbarung kann von beiden Vertragspartnern bis zum 31. Juli eines Schuljahres zum Ende des folgenden Schuljahres schriftlich gekündigt werden.


Neue Rahmenvereinbarung zwischen Land und Landessportbund. (Stand 1/2015)

Hier können Vereine, die ehrenamtliche Übungsleiter an einer Ganztagsschule einsetzen, pauschal 640€ pro Schuljahr erhalten.
Bedingungen und die benötigten Kooperationsverträge finden Sie auf der Homepage des Landessportbundes unter folgendem Link
http://www.lsb-rlp.de/sportwelten/schulsport/sport-im-ganztag

Übungsleiter A-Ausbildung

Als eines der ersten Bundesländer forcierte Rheinland-Pfalz den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen. Aktuell gibt es 1085 Ganztagsschulen. Das sind bereits 67 % aller Schulen in Rheinland-Pfalz.

Was bedeutet diese Entwicklung für die die Sportvereine? Es ist von zukunftstragender Bedeutung, dass die Vereine ihre Angebote in die Schulen hinein entwickeln, um Kinder und Jugendliche dort für den Sport zu begeistern, wo sie sich die längste Zeit des Tages aufhalten. Es gilt Übungsleiter für diese anspruchsvolle Aufgabe zu gewinnen und zu qualifizieren.

Sport im Ganztag unterscheidet sich vom Sport im Verein. Die pädagogische Anforderung an die Übungsleiter ist hoch. Die Schüler haben sich die Angebote nicht immer selbst gewählt. Die Gruppen sind sowohl in ihren Leistungsvoraussetzungen als auch in ihrer Motivation sehr heterogen. Damit die Übungsleiter befähigt werden
ihre Angebote dieser Zielgruppe entsprechend zu gestalten, ist eine spezielle Vorbereitung auf die Rahmenbedingungen von Ganztagsschule nötig. So kann eine Qualität des Angebotes erreicht werden, die zur Zufriedenheit bei ihnen selbst, vor allem aber auch bei den Schülerinnen und Schülern führt.

Deshalb bietet der LSB seit 2009 die Übungsleiter B Ausbildung „Sport im Ganztag“ an, die jetzt durch einen modularen, sportartbezogenen Ausbildungsgang erweitert wird. Der LSB führt diese Ausbildung in Kooperation mit den Fachverbänden durch.

Zusätzliche Fortbildungen zum Thema „Sport im Ganztag“ werden jährlich entsprechend den Bedürfnissen der Übungsleiter angeboten.


Flyer (1MB) "Sport im Ganztag"


Anmeldeformular (1MB)


Angebote der Fachverbände (80KB)

 

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